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SWISS PHOTONICS

15 Dezember 2016

Swiss Photonics LED & OLED Workshop

Muttenz (sh). Zu einem hochkarätigem Workshop über die aktuelle wissenschaftliche und praktische Forschung über LED und OLED sowie speziellen Forschungslösungen lud die Swiss Photonics in Muttenz ein. Swiss Photonics mit Sitz in Wollerau bei Zürich ist seit langem bekannt dafür, aktuelle Forschungsansätze von Universitäten, Projekte von privaten Instituten und Wirtschaft zusammenzubringen. Swiss Photonics funktioniert mit ihrem Präsidenten Christoph S. Harder und dem Organisationsteam quasi als eine Art innovativer technischer Inkubator für die Schweiz.

Zusammen mit dem privaten Forschungsinstitut CSEM aus Muttenz dem Forschungsteam rund um LASSIE-FP7 und Lichtherstellern organisierte die Swiss Photonics einen Kongresstag, der wichtigen Einblick in Ergebnisse der LED- und OLED-Forschung zeigte. Auch bekannte Herstellerfirmen wie Regent, Zumtobel sowie Lichtplanungsbüros wie Bartenbach waren auf dem Podium zu hören. Sie zeigten praktische und bereits umgesetzte Leuchten für die Architekturbeleuchtung. 

Ein wichtiges Ergebnis offerierte Dr. Adrian von Mühlenen, Senior Innovation Manager for Biological & Effects System Research von der BASF-Schweiz. Zukünftig können durch den Einsatz differenzierter Layer auf einem LED-Chip noch weitere sehr gute Verbesserungen erzielt werden in den nächsten 6-8 Jahren. Technischer Direktor Dr. Christian Hochfilzer von Regent hatte sogar die Zeit nach LED eingeleitet mit seiner provokanten Überschrift: LED was Yesterday! Sein Fazit ist, dass wir uns gerade in der Hälfte der LED-Technikentwicklung befinden und noch ein gutes Stück vor uns haben mit äusserst interessanten Ergebnissen und Entwicklungen.

Das ist auch der aktuelle Diskussionsrahmen mit dem sich die Forschung zur Zeit beschäftigt. Neue Materialien und Phosphorverbindungen oder neue farbliche Layerformen wie Gold und Violett werden heute schon. Was sich im Experiment als nützlich erwiesen hat, wird auch schnell praktisch eingesetzt. Dafür sorgt insbesondere die Schweizer CSEM, die die Verknüpfung von Forschung und Wirtschaft in der Schweiz und  in vielen anderen Forschungsbereichen forciert. Die Illuminations-Technik ist ein wichtiger Zweig, der mit Material und Software immer weiter zusammenwächst, so Dr. Christian Bosshard, Vice-President Thin Film Optics bei der CSEM. So organisiert CSEM auch das europäische Verbundsprojekt LASSIE-FP7 unter der Leitung von Dr. Rolando Ferrini, Head Integrated Light Management bei CSEM, der alle wichtigen bisherigen Highlights ansprach. Das EU-Projekt LASSIE-FP7 besteht aus acht Partnern aus sechs Ländern und ist ohne Zweifel mit seinen diversen Perspektiven eines der wichtigsten Forschungsaktivitäten im Ramen der LED-, OLED-Technikentwicklung zur Zeit in Europa .

 

Human Centric Lighting
Die neusten Lichtentwicklungen ohne die Medizin zu besprechen wäre falsch. Welche Wirkung hat das Licht der LED mit ihrem aktuellen Farbspektrum auf uns Menschen mit Stand 2016? Dafür wurde Prof. Dr. Christian Cajochen (Head Centre for Chronobiology at University of Basel) eingeladen, der sehr interessante kausale Zusammenhänge zwischen Melatonin und Serotonin im menschlichen Körper aufzeigte. Alle Ergebnisse und Studien leiden zur Zeit darunter, dass noch keine guten aussagekräftigen Langzeitstudien vorlägen, so der Professor. Experimente in normalen Schulklassenräumen mit LED standen für ihn eher nicht zur Debatte. Hier müsste die gesamte Forschung sowie einzelne Forschungsinitiativen der Lichthersteller  anderer Szenarien bedienen. 

 

Material bei Swiss Photonics: 

Vorträge per pdf

Forschungsstand LASSIE-FP7

 

Swiss Photonics Präsident und Kontakt:

Christoph S. Harder
President Swissphotonics
+41 79 219 90 51

 

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