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HSLU-Lichtexperimentierraum

07 März 2016

Angewandtes Gespür für Licht erzeugen

UNTER der Leitung von Björn Schrader, dem Leiter der Themenplattform Licht an der HSLU in Luzern wurde ein Licht- und Gebäude-Experimentierraum entwickelt. Hier sollen mit Department-übergreifenden Fragestellungen Studenten befähigt werden, mit Licht umzugehen. »Lichtberechnungen und SIA-Normen einzuhalten ist eine Sache, Licht aber wirklich zu erspüren mit den diversen Lichtquellen ist eine andere. Dafür haben wir jetzt Platz geschaffen«, so Dipl. Ing. Björn Schrader. In der Tat ist diese Investition der Hochschule eine Antwort auf aktuelle Forderungen aus Politik und Wirtschaft, mehr für die Lichtausbildung in der Schweiz zu tun. Das Ergebnis ist eine wertvolle Verbesserung der Lehre. Die Zusammenarbeit mit professionellen Lichtplanern und der Lichtindustrie scheint hier zu greifen. Zumindest war das Interesse am Einweihungsabend aus dem professionellen Bereich überzeugend gross.

 

Technik

Die beiden Demonstrationsräume können dank verstellbaren Deckenelementen in der Höhe variiert werden. Raumhöhen von 1,90 bis 3,60 Meter sind möglich. Eine Stromschiene zwischen den Deckenelementen und eine magnetische Oberfläche sorgen dafür, dass unterschiedliche Leuchtensysteme einfach und überall montiert werden können. Weitere Steckdosen und ein Stecksystem können mit der Gebäudeautomation gesteuert werden. Mit der regulierbaren Heiz- und Kühldecke werden die gewünschten klimatischen Bedingungen geschaffen. Durch einen Kupferrohrmäander an der Oberseite der Deckenplatten fliesst geheiztes oder gekühltes Wasser, wie es vor allem in Bürogebäuden schon länger Standard ist. In Kombination mit der variablen Raumhöhe werden die Einflussfaktoren auf das Komfortempfinden fühlbar. Weiterhin werden akustisch wirksame Stoffe eingesetzt. Die Parameter für die Raumautomation wie Licht oder Temperatur können über Tablets eingestellt und gesteuert werden. Weil die beiden Räume nebeneinander liegen, haben die Studierenden die Möglichkeit, unterschiedliche Situationen direkt miteinander zu vergleichen und schon feinste Veränderungen zu erkennen.

Die beiden neuen Räume auf dem Campus in Horw werden nicht nur für die Lehre, sondern auch für die angewandte Forschung und Entwicklung genutzt.