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Mit Licht unvergessliche Atmosphären zaubern

Innenarchitektur für Zürich und die Welt

Bei unserem Redaktions-Besuch in Iria Degens Firma im Zürcher Stadtteil Höngg bekommen wir einen schönen Rundumblick auf die Stadt. Mit 12 Mitarbeitern zaubert hier die bekannte Innenarchitektin für über 50 % ihrer Klienten im privaten Bereich neue Räume. Bei der Definition eines Designs geht sie gewissenhaft vor.

Der Kunde entscheidet mit
Stets sei der Kunde ihr Massstab. Der Inhalt eines Inneneinrichtungs-Konzepts sei dabei immer emotional. Es entsteht zusammen mit dem Kunden Schritt für Schritt. Entscheidend sei die Kommunikation gegenüber dem Kunden, erläutert sie.

Iria Degen hat bevor sie Innenarchitektur studierte und in Paris bei Andrée Putman gearbeitet hatte, in Zürich Jura  studiert. Dadurch hat sie die logische Art der Argumentation gelernt, die sie heute im Kundengespräch gerne anwendet. Argumentationen seien eher sachlicher Natur, auch wenn das Grundkonzept auf emotionalen Entscheidungen fusst, so die Innenarchitektin. Weitere Details und Ergänzungen kommen im Laufe des Projekts dazu.


Kunden, die eine Vorstellung von Material, Farben und Ästhetik schon im Kopf haben, betreut Iria Degen ebenfalls. Ein Kunde der mit schwarzem Anzug, schwarzem Porsche, schwarzer Brille ein schwarzes Wohnzimmer haben möchte, bekommt es. Aber mit besonderem Iria Degen-Schliff. Denn Schwarz kann viele Töne haben, so lernen wir auf der Reporter-Bank in ihrem Besprechungs- und Materialraum.  

Design heisst aktiv gestalten
Iria Degen ist praktisch orientiert. Zu ihren Beispielen präsentiert Sie uns Textilstoffe, Holz- bis Metalloberflächen. Diverse Materialien lernt sie auf Reisen rund um die Welt kennen und schätzen. Man muss neugierig bleiben, sagt sie. Inspirationen für harmonische Wohndesigns hängen sehr von den Tätigkeiten im Lauf des Jahres ab. Sie ist froh, ein kompetentes Team zu haben, welches ihre Ideen umzusetzen weiss.

Dezent und wertig könnte man das Design pauschal einordnen, was sie mit ihrem Team konzipiert. Jedoch ist das nur die halbe Wahrheit. Iria Degen liebt auch das Farbenspiel, sofern der Kunde das möchte. Ein knalliger Farbakzent an einem objekthaften Ohrensessel in Kombination mit einem dunkel dezidierten Couch-Ensemble, ist für sie durchaus denkbar.

Zur Zeit fasziniert sie unter anderem ein bestimmtes Material für ihre Arbeiten bzw. Accessoires: Alabaster. Es hat eine Ähnlichkeit mit Marmor, wirkt aber viel wärmer und weicher im Raum, ist transluzid und hinterleuchtet noch schöner.

Licht, Leuchten, Wohnen
Iria Degens Lichtformel geht so: Licht kann unterstützen oder macht alles kaputt! Damit hat sie den Kerngedanken eines jeden Lichtplaners getroffen. Sie und ihr Team arbeiten deshalb regelmässig bei Projekten mit Lichtplanern zusammen. Das Wissen über Licht, LED und Technik sei so gross mittlerweile, dass es kaum möglich sei, alleine den Überblick zu halten.


Die Innenarchitektin und ihr Team werden deshalb regelmässig von Lichtherstellern über neue Produkte geschult bzw. informiert. Diese Updates sind enorm wichtig. Nur so könne sie in der aktuellen Entwicklung überhaupt Schritt halten. Auch bei dekorativen Leuchten würde der Anspruch immer grösser. Aus Katalogen kann das nicht gelernt werden, so besucht sie ebenfalls wichtige Licht-Messen.

Lichtplaner sollten allerdings das Gesamtkonzept sinnvoll ergänzen. Klare Vorstellungen hat die Mutter von zwei Kindern genau über Lichttemperatur und Lichtszenen von bestimmten Objekten oder Flächen. Bisher habe die Zusammenarbeit mit Licht-Spezialisten wunderbar geklappt. Gelernt habe sie wertvolle Aspekte bei der Installierung von Licht im Wohnbereich oder in Chefetagen.

Dynamisches Haus & Smartes Haus
Zum vernetzten Haus hat Iria Degen eine klare Haltung, die sich aus ihren Kundengesprächen entwickelt hat. Für technisch Begeisterte ist das Smarthaus eine Bereicherung im Alltag. Für
andere, die nicht technisch affin sind, kann es zur Belastung werden.

Auch Lichtstimmungen müssen genau eingestellt werden je nach Saison. Schliesslich hat die Sonne in jeder Saison einen anderen Einfallswinkel.


Himmapan
Das neue Himmapan in Rapperswil spiegelt ein traditionelles thailändisches Restaurant wieder. Es entstand eine Lodge aus Holz, wo der Innen- und Aussenbereich ineinander fliessen. Aufgrund der Temperaturen in unseren Breiten sind gegenüber offenen Lodges grosse Fenster installiert. Von der Lodge in ca. fünf Meter Höhe schauen Besucher auf den Kinderzoo, insbesondere in das Kamel- und Elefantengehege. Innen bietet das Himmapan eine Fabelwelt, die auf Realität trifft.

Die Familie Knie hat Iria Degen damit beauftragt, zusammen mit ihnen das Innendesign zu konzipieren und mit der Firma Ghisleni Planen Bauen GmbH umzusetzen. Irias Grossmutter stammte aus Bangkok: Nicht zuletzt deshalb war ein thailändisches Restaurant einzurichten eine faszinierende Aufgabe. Sie hat unter anderem zusammen mit Frau Knie für die Auswahl der Holzschnitzereien, der vielen Buddhas und der überdimensionalen Pendelleuchten gesorgt. Die riesigen Figuren sind die kulturellen Imageträger im Restaurant. Besonders die Holzarbeiten auf der Höhe der inneren Holzbalkendecke verschmelzen regelrecht mit dem Gebäude und verlaufen wie an einem Band im Innern des Restaurants. Der Giebel ist bei diesem Walmdach offen gehalten, so dass das Restaurant viel freien Raum ausstrahlt. Ein charaktervolles Lichtspiel entsteht durch die Schnitzereien, welche unterschiedlich beleuchtet werden. Die grossen Metallleuchten wirken massiv und haben durch ihr Volumen eine sehr ruhige Wirkung. Sie sind mit warmweissen LEDs vom Elektroplaner ausgestattet worden. Alles ist stufenlos dimmbar.

Beim Abendessen ist das Umgebungslicht nach thailändischer Tradition eher dunkel und gedämpft gehalten.  Gedimmt wird bis auf 50 Lux. Sollte es am Tisch zu dunkel sein, gibt es extra beleuchtete Lupen für die Gäste, damit die Menukarte besser gelesen werden kann. Zusätzlich können LED-Spots von der Decke das Restaurant in einen Tagungsraum verwandeln.      

Neue Projekte
Das Thermalbad Zurzach wird zur Zeit vom Iria Degen Team überarbeitet. Für Zimmerli Textil AG (Unterwäsche für den Mann. Obama und Brad Pitt tragen sie!) hat sie rund um die Welt ein neues Shopkonzept realisiert, was durch regionale Teams in Asien und Europa, bearbeitet wird.

Weiterhin baut die arbeitsfrohe Iria Degen eine zweite Online-Firma auf mit dem Namen ›theroomers.com‹. Ausgewählte Accessoires sollen im Internet, auf dieser Plattform kreativer Designer vertrieben werden. Auch Partner können ihre exklusiven Objekte dort präsentieren.

 

Projektfotos sehen Sie in der Galerie:
Himmapan
Zimmerli Shops
Clinic Hirslanden
Design für privates Haus
Iria Degen, Innenarchitektin

Galerie